Unfall: Mehr als 3 Millionen Kinder sind betroffen

Ärztliche Hilfe nach Kinder-Unfällen

Jahr für Jahr benötigen mehr als drei Millionen Kinder nach einem Unfall medizinische Versorgung. Küche, Treppe, Glastüre oder der gartenteich... Gefahren lauern überall. In immerhin über drei Millionen Fällen ist ärztliche Behandlung erforderlich. Allein 60.000 Vergiftungsunfälle werden pro Jahr behandelt.

Haushaltsunfall "vorne"

Nicht die Unfälle im Straßenverkehr machen den Großteil der Kinder-Unfälle aus, sondern die Haushaltsunfälle. Mit rund 1,3 Millionen Unfällen pro Jahr führen Sie die Kinder-Unfall-Rangfolge an.
Strangulieren beim Spiel mit Nylonschnüren des Klapp-Wäschetrockners, gefährliche Schnittverletzungen beim Bruch der Glastüre, Sturz auf der Treppe, Verbennungen und Verbrühungen in der Küche, Vergiftungen durch Medikamente und Putzmittel, Brandverletzungen am Gartengrill...

Verkehrsunfälle mit Kindern

"Nur" rund 40.000 Kinder werden jährlich bei Verkehrsunfällen verletzt. Dies ist Platz 5 der Rangfolge.

Unfallverhütung

Vor allem bei den Unfällen im häuslichen Bereich, die nicht nur schicksalhaft und unausweichlich sind, kann Prävention betrieben werden. Neben den bekannten Kindersicherungen an Herd, Schubladen, Treppen und Kanten kann umsichtiges Verhalten beispielhaft vorgelebt werden. Also sichere Haushaltsleiter einsetzen - nicht den unsicheren Klappstuhl; und grundsätzlich Sicherheitsbestimmungen beachten, sei es bei defekten Kabeln oder bei Stolperfallen auf dem Fußboden. So lassen sich viele Kinder-Unfälle verhüten

Unfall-Vorsorge

Lieber Unfälle verhüten als Unfälle vergüten. Ein Wunsch, denn selbst bei größter Vorsicht lassen sich viele Unfälle nicht vermeiden. Finanzielle Sicherheit ist also notwendig.

Die gesetzliche Schüler-Unfallversicherung leistet nur bei Unfällen in der Schule und auf den direkten Hin- und Rückwegen. Und zwar erst ab einer Minderung der Erwerbsfähigkeit von 20%. Zudem ist die Rentenhöhe höchst bescheiden. Ob im Osten oder Westen unseres Landes, die Rente der gesetzlichen Schüler-Unfallversicherung deckt den real entstehenden Kapitalbedarf keinenswegs.

Bei 88% aller Kinder-Unfälle gibt es außerdem keine Leistung aus der gesetzlichen Schüler-Unfallversicherung, wenn es sich nicht um Schul- oder Wegeunfälle handelt.

Private Absicherung ist notwendig

Nicht nur die Unfallverhütung muß einen hohen Stellenwert einnehmen, sindern auch die eigene Vorsorge ist wichtig und existenzsichernd. Nach wie vor sind über 55% aller Kinder nicht privat gegen die wirtschaftlichen Folgen von Unfällen abgesichert.